"Der Jahrgang 2020 steht für kerngesundes Lesegut mit sehr guter Aromaausprägung und einer harmonischen Säurestruktur. Die aktuellen Verkostungen der noch teilweise gärenden Moste zeigen sortentypische, frisch fruchtige Aromen. Diese ersten Eindrücke bereiten bereits viel Freude und lassen auf einen wunderbaren Jahrgang hoffen."

Zum Jahrgangsverlauf:

"Das Jahr startete nach einem trockenen Winter mit einem viel zu nassen Februar, leider begann zum Vegetationsbeginn wieder eine Trockenphase von April bis Ende Mai. Diese Wasserdefizite konnten teilweise im Juni ausgeglichen werden, jedoch fehlte in den nächsten drei Monaten wieder über die Hälfte der normalen Niederschläge. Unsere alten, wurzelechten Reben konnten diese „Durststrecken“ gut verkraften und ihre Trauben und Blätter stets versorgen. Dies ermöglichte die Entwicklung wunderbarer gesunder Trauben. Wir hatten in diesem Jahr 60% mehr Sonnenstunden im Vergleich zum langjährigen Mittel (1961-1990). Die Weinlese startet daher bereits Mitte September, da auf Grund der hohen Sonnenstundenzahl die Reife rasch voranschritt. Während der Lese war das Wetter immer wieder wechselhaft mit Niederschlägen, so dass wir teilweise pausieren mussten. Dies war auf Grund der guten Traubengesundheit aber problemlos möglich. Mitte Oktober beendeten wir die Ernte mit goldgelben Auslese-Trauben im Erdener Prälat."

Jahrgang 2020

der Weingüter Mönchhof und Joh. Jos. Christoffel Erben

Einfach formuliert ist der Wein ein Getränk, das entsteht, indem reife Trauben mit Hilfe von Hefen vergoren werden. Der in den Trauben vorhandene Zucker wird in Alkohol umgewandelt. In den Trauben, Häuten und Kernen finden sich darüber hinaus nicht nur Wasser und Zucker, sondern auch weitere unterschiedliche Verbindungen, auf deren Entstehung jeder noch so kleine äußerliche Anlass Einfluss hat. Neben dem Boden, dem spezifischen Mikroklima, dem Wetter und der gewählten Rebsorte sind es vor allem die Arbeit des Winzers im Weinberg bis zur Lese und seine Eingriffe im Keller, die entscheiden, welche Art von Wein wir später trinken.

 

Lassen wir hier den Oenologen Philippe Conzen zum Jahrgang sprechen: